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Forum 1

Fachforum "Digital lernen und kommunizieren"

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Fachforum 1 Johannes Gienger, Leiter des Stadmedienzentrums Stuttgart, stellte praktische Aspekte des "digitalen Lernens" vor. (Bild: Simon Riedl, Text: Christian Reinhold)

Im ersten Teil erklärte Dr. Jochen Hettinger (Abteilungsleiter Pädagogik am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, LMZ) den theoretischen Überbau zum Thema Medien und Bildung. Entscheidend ist laut Hettinger „digitales Lehren“ als „didaktisches Handeln mit digitalen Medien“ zu verstehen. Dabei sei nicht so wichtig, welche Medien man einsetzt, sondern stets ob das Medium zur Lernaufgabe passt. Jochen Hettinger stellte anhand des Programmes "OneNote" vor, wie mediengestützter Unterricht aussehen kann. Mithilfe von "OneNote" können Lehrerinnen und Lehrer relativ einfach Wissen zu einem bestimmten Thema (z. B. die Kelten) sammeln und strukturieren. Um Schulen eine solche Plattform unabhängig von kommerziellen Anbietern zur Verfügung stellen zu können, arbeite das LMZ derzeit an einer Art Online-Lernraum, der Lehrkräften einen leicht zugänglichen, rechtlich sicheren mediengestützten Unterricht ermöglichen soll.

Ergänzend stellte der Leiter des Stadmedienzentrums Stuttgart, Johannes Gienger, praktische Aspekte des "digitalen Lernens" vor. Dabei plauderte er aus dem Nähkästchen seiner jahrelangen Erfahrungen als Englisch- und Geschichtslehrer. Mitgebracht hatte er beispielsweise die Filmproduktionen der www.filmag.de: Schüler/innen der Klasse 9 des Johannes-Kepler-Gymnasium Weil der Stadt beschäftigten sich im Rahmen von Projekttagen mit dem Konzentrationslager Leonberg. Sie arbeiteten die Informationen und das Hintergrundwissen dazu auf und produzierten mithilfe des Stadtmedienzentrums Stuttgart schließlich einen aufwändigen Dokumentarfilm. Für solche Unterrichtsvorhaben gab Gienger den Lehrerinnen und Lehrer folgende praktische Tipps:

  • „Halten Sie nach Wettbewerben Ausschau“: Preise können bei schulischen Medienproduktionen die Motivation der Schülerinnen und Schüler extrem steigern.
  • „Planen Sie genügend Zeit ein“: Für den Erfolg einer Medienproduktion ist durchaus auch die Anzahl der investierten Stunden ausschlaggebend.
  • „Die Qualität der schulischen Produktionen ist zweitrangig.“
  • „Für den Erfolg muss der Lehrer zwar einen Teil seiner Freizeit aufopfern. Es macht aber auch eine Menge Spaß.“

Neben dieser Filmarbeit stellte Johannes Gienger seine Erfahrungen mit Schülerblogs im Geschichtsunterricht vor. Über zwei Jahre hinweg ließ er Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse in Blogs veröffentlichen. Tiefere Einblicke über die Arbeit mit Blogs gab Gienger in einem Interview auf Mediaculture-Online. Der dazugehörige Lehrer-Referenz-Blog kann hier gelesen werden: http://geschichtsheftsmz.wordpress.com/ Außerdem empfahl Gienger den Einsatz des Mediamanagers des Landemedienzentrums Baden-Württemberg. Hiermit können Lehrkräfte ihre Medien individuell und übersichtlich verwalten.

Kontakt

Medienpädagogische Beratungsstelle
0711 2850-777
beratungsstelle@lmz-bw.de